Dein erster Thailand-Trip steht bevor und du möchtest noch die wichtigsten Punkte zu Kultur und Mentalität kompakt zusammengefasst erfahren?

 

Dann ist dieser Artikel genau richtig für dich! Hier sind 10 Dinge, die du als Thailand-Neuling unbedingt wissen solltest:

1. Ein Lächeln ist das passendste Gesicht für jede Art von Situation

„Lächle und Thailand lacht mit dir!“

Thai People

Snapshot im Fahrstuhl: Willkommen im Land des Lächelns!

 

Bereits auf meinem Hinflug nach Thailand wurde mir klar, warum Thailand auch als das „ Land des Lächelns“ bezeichnet wird: So fragte ich eine Thai-Stewardess, was ich denn genau in dieses Formular für die Einreise ausfüllen müsse. Sie antwortete erst einmal garnicht, sondern lächelte mich einfach nur an. Als ich zurück lächelte und meine Frage wiederholte, deutete sie behutsam auf das Formular und erklärte mir, was denn wichtig sei, fortwährend freundlich lächelnd.

Auch der Taxifahrer, der mich zum Hostel in Bangkok brachte, fing bei jeder meiner Fragen an zu lachen. Daraufhin antwortete er etwas, was überhaupt nicht zu meiner Frage passte. Ich musste selbst richtig laut anfangen zu lachen, weil ich ganz genau wusste, dass er keine meiner Fragen wirklich verstanden hatte. So saßen wir dann im Taxi: Er vorn, ich hinten, keiner verstand den jeweils Anderen, doch beide lachten wir um die Wette.

Das Gleiche gilt auch für dich: Du verstehst kein Thai? Kein Problem- Lächle, denn das ist die Sprache, die alle Thailänder verstehen.

2. Tourist = Geldesel

 

Die Thailänder, die am aggressivsten auf dich zugehen („Hello Miss! How can I help you? Tuk Tuk? Miss? Cheapest Tuk Tuk in town! Miss!!!“) sind meist diejenigen, die am meisten betrügen. Der Betrug hält sich in dem Maß in Grenzen wie du Thai sprichst: Je besser dein Thai, desto geringer wird der Preis vermutlich sein. Ein paar einfache Sätze findest du unter Punkt 6 (Teil II).

So nett die Thailänder auch sind, trotzdem wissen sie, dass Tourist = Geldesel bedeutet, egal ob du eigentlich nur ein armer Student bist. Die Annahme lautet: Du bist weiß? Dann hast du Geld! Also: Verhandeln, was das Zeug hält!

Sobald du bemerkst, dass ein Thai mehr Geld als normal von dir verlangt, sag selbstbewusst: „Phaeng mak pai!“ (zu teuer) und mach ihm ein neues Angebot.

  • Bei den Taxifahrern (besonders in Bangkok) solltest du darauf achten, dass ihr Taxameter eingeschaltet ist. Nur dann kannst du sicher sein, dass sie dich nicht ausmelken.

 

  • Der Standardpreis für ein Taxi im Stadzentrum von Chiang Mai ist 20 Baht. Manchmal ist es ratsam garnicht erst nach den Preis zu fragen, sondern einfach einzusteigen und dem Fahrer dann beim Aussteigen 20 Baht in die Hand zudrücken. Aber das gilt nur für das Stadtzentrum, außerhalb dessen ist der Preis schon etwas höher!

 

3. Der König ist heilig

 

Der derzeitige König Bhumibol Adulyadej (der Neunte König) wird sehr verehrt, da er viele Projekte zum Nutzen der Menschen Thailands umgesetzt hat. Aus dem Grund ist die Glückszahl in Thailand die Zahl 9.  So wurden z.B. die Proteste in Bangkok 2014 für 3 Tage eingestellt, da der König in dieser Zeit seinen Geburtstag feierte. Jede Art von schlechter Bemerkung über den König oder seine Familie solltest du also besser vermeiden.

Die Flagge des Königs

Die Flagge des Königs

 

 4. Buddha bless you

 

In den USA heißt es „God bless you“- in Thailand heißt es „Buddha bless you!“ Rund 95% der Thailänder sind Buddhisten.

 

Meditation

 

Ein wichtiger Teil des Buddhismus ist die Meditation. Jungen gehen in ihrer Jugend für mehrere Tage in Tempel, um zu meditieren, weil das ein gutes Licht auf die Familie wirft.

„Wat“ heißt Temple. Wats findest du in Thailand an jeder Ecke. Hier eine Karte von Chiang Mai:

Wat Chiang Mai

WHAT? Noch ein Wat?!

Viele Thais üben beim Sehen eines Tempels/Buddhas den „Wai“ aus. Das ist eine traditionelle Geste, um Respekt und Dank zu verkünden. Diese Verbeugung ist auch zwischen Menschen üblich: Schickt dir jemand einen Wai, erwiderst du ihn. Aber versuch nicht zu den typischen Touristen zu gehören, die ausnahmslos jedem Thailänder einen Wai-Gruß schicken. 😉

In der Mehrzahl thailändischer Schulen wird vor dem Unterricht rund 10-15 Minuten meditiert. Das ist einer der ausschlaggebenden Gründe für die unbekümmerte und friedliche Natur der Thailänder.

Meditation an thailändschen Schulen

Meditation an thailändschen Schulen

Geisterhäuschen

 

Thais glauben auch an andere „Spirits“: Die kleinen Häuser z.B. welche man überall vor den „richtigen“ Häusern sieht, sollen böse Geister einfangen, sodass diese nicht in die richtigen Häuser eindringen.

 

Geisterhaus in Thailand

Geisterhaus in Thailand

 5. Shemales, Tomboys, Dees,…???

„Welcome to a country where it’s no big deal who you fancy, but a very big deal how you behave.“

( “Willkommen in einem Land, wo dein Verhalten wichtiger ist als deine sexuellen Vorlieben.”)

 

1) Shemales/ Ladyboys

 

In Thailand oft als Kathoey bezeichnet, bilden die Ladyboys einen wichtigen Teil des Entertainments in Thailand.

Ladyboys wurden als Jungen geboren und „verwandeln“ sich dann mithilfe von Make-Up, Hormonen oder Operationen im Laufe ihres Lebens zu Frauen.

 

2) Tomboys

 

Im Gegensatz zu anderen Ländern bestehen lesbische Paare in Thailand meist aus einem Tomboy und einer Dee. Ein Paar von zwei femininen Frauen gibt es eher selten.

Tomboys sind das weibliche Gegenstück der Ladyboys. Es sind Frauen, die sich wie Männer fühlen und sich auch wie Männer verhalten (kurze Haare, maskuline Kleidung, Ausgehen in Bars, Flirten mit Mädchen etc). Es ist keine Seltenheit, dass Tomboys ihre Brüste entweder abbinden oder ganz entfernen lassen.

 

3) Dees

 

Die Partner der Tomboys werden als „Dees“ (englisch: „ Lady“) bezeichnet. Sie sind sehr feminin in ihrem Verhalten und Aussehen. Tomboys sind der aktive Partner in der Tom-Dee-Beziehung. Manche Tomboys möchten im Bett nicht berührt werden und auch ihre Kleidung nicht abnhemen, da sie sich für ihre weiblichen Körper schämen.

 

Ladyboy in Thailand

Ladyboy in Thailand

Hier geht es weiter zu Teil II  ….